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Black Friday am 25. November – Pflicht oder Kür für einen Onlinehändler?

Der Black Friday hat sich in den letzten Jahren zu einem der umsatzstärksten Events im Onlinehandel entwickelt. Ob eine Beteiligung als Händler ein Muss ist oder nicht, kann nicht pauschal beantwortet werden. Hier gibt es deshalb einige wichtige Infos und Tipps, die bei der Beantwortung dieser Frage helfen können.

von Nicola Theuerkauf

Person vergleicht Schaufenster-Angebote auf dem Smartphone

Seit wann und warum gibt es eigentlich den Black Friday?

Der ursprünglich aus den USA stammende Black Friday findet immer nach dem Thanksgiving Tag statt. Seit den 1980er Jahren hat er sich auch in Deutschland zum nahezu wichtigsten und umsatzstärksten Shoppingtag im Einzel- und Onlinehandel entwickelt. Highlight-Sortimente sind dabei meist Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik. Erweitert wird die Erfolgstory inzwischen sogar mit ganzen Black-Friday-Wochen oder einem Black-Friday-Weekend, auf das der Cyber Monday – der Montag nach dem Black Friday – folgt. Der Black Friday leitet traditionell auch das jährliche Weihnachtsgeschäft ein. In diesem Jahr findet er am 25. November 2022 statt.

Welche Überlegungen sollten Händler im Vorwege treffen?

Bevor man sich als Händler entscheidet am Black Friday teilzunehmen, empfiehlt es sich, seine Ziele zu definieren. Mögliche Ziele können sein: Umsatzsteigerung, Gewinnerzielung, Imagestärkung und Bekanntheit oder Neukundengewinnung.

Rabatte zum Black Friday sollten nicht halbherzig, sondern ehrlich und attraktiv gestaltet werden. Gewöhnlich vergleichen Konsumenten die Preisentwicklung über einen längeren Zeitraum und merken daher recht schnell, ob ein Rabatt ein wirkliches Schnäppchen ist oder nicht. Dabei empfiehlt sich für Händler immer, die Kosten im Blick zu behalten. Satte Rabatte führen meist zu einer signifikanten Umsatzsteigerung, aber schnell kann sich daraus auch ein Verlustgeschäft entwickeln, da kaum noch Gewinne erzielt werden.

Leichte Verluste können sich manchmal aber trotzdem lohnen, vor allem für kleinere weniger bekannte Shops, wenn vorrangig Ziele wie mehr Reichweite, Bekanntheit und der Gewinn von Neukunden im Fokus stehen. Viele Konsumenten, die am Black Friday shoppen, bestellen nämlich Produktschnäppchen auch in Onlineshops, in denen sie normalerweise nicht einkaufen.

Welche Vorbereitungen sind notwendig?

Sind die Ziele definiert, geht’s in die Vorbereitung. Hierbei sollten folgende Punkte unbedingt berücksichtigt werden:

Kapazitäten und Steuerung
Der Webshop muss die Voraussetzungen für die Aktion erfüllen. Es muss eine schnelle und einfache Kategorieeinrichtung, Artikelzuordnung und Preisreduktion möglich sein. Zudem sollten unbedingt zusätzliche Ressourcen für Konzeption, Planung und Durchführung der Aktion vorhanden sein.

Werbemaßnahmen
Der Start der Werbemaßnahmen muss rechtzeitig – ca. 4 Wochen vorher – erfolgen. Es sollte ein Maßnahmenkonzept inklusive Budgetplanung erstellt werden. Werbemaßnahmen können dann auf zielgruppenrelevanten Kanälen gebucht werden. Es empfiehlt sich zu prüfen, welche zusätzlichen Buchungen/Maßnahmen sinnvoll sind zum Beispiel SEO, SEA, Newsletter.

Preisreduzierungen/Rabatte
Die Produkte und deren Rabatte müssen attraktiv sein, es darf sich nicht um Scheinrabatte handeln. Außerdem sollte vermieden werden, sogenannte “Ladenhüter” anzubieten.

Technische Absicherung
Die Website muss einem erhöhten Traffic Stand halten. Gegebenenfalls sollte die Serverkapazität beim Hostingpartner oder bei der betreuenden Website-Agentur erhöht werden.

Verfügbarkeiten und Logistik
Die Warenverfügbarkeit der rabattierten Produkte muss sichergestellt sein. Alle Logistikpartner sind über die Aktion vorab zu informieren. Erfolgt der Versand ohne Logistikpartner müssen personelle Ressourcen vorhanden sein. Der gesamte Fulfillment-Prozess sollte automatisiert ablaufen und muss jederzeit skalierbar sein.

Nachbereitung
Für die Auswertung sollte ein Abgleich mit den definierten Zielen erfolgen und mögliche Learnings für Folgeaktionen ermittelt werden. Es empfiehlt sich, die gewonnenen Neukund*innen mit kontinuierlichen Kundenbindungsmaßnahmen zu betreuen.

Fazit
Eine Beteiligung am Black Friday kann sich für einen Onlinehändler lohnen, wenn die Ziele definiert sind und die Aktion darauf basierend gut geplant ist. Nur wenn die Erwartungshaltung klar ist und alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, empfiehlt sich diese Kür! Eine Pflicht gibt es aber nicht.

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  • Aktionszeitraum: 15.-28.11.2022
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  • Teilnahmebedingen und weitere Infos zum Black Friday auf otto.de gibt’s im OTTO Partner Connect

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Über die Autorin Nicola Theuerkauf

Nicola Theuerkauf verstärkt seit März 2022 die Unternehmenskommunikation als Communications Consultant für den B2B-Bereich. In dieser Rolle ist sie in ganz unterschiedlichen Projekten zur Umsetzung der OTTO for Business-Kommunikationsstrategie tätig. Ihren Einstieg bei OTTO hatte sie bereits 2007 als Onlinemarketing-Managerin. Später sammelte sie Erfahrungen in der Servicekommunikation, dem Vertrieb und im B2B-Marketing. Nicola lebt mit ihrer Familie im Westen von Hamburg. Sie liebt die Lübecker Bucht und verbringt so oft es geht die Zeit am liebsten mit ihrem SUP-Board auf den Ostseewellen.

Nicola Theuerkauf
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